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Mär 11, 2011Dow Jones Agrar-Konferenz mit Michael Gutting

Am 22.02.2011 fand in Oberursel die Dow Jones Agrar-Konferenz statt. Referent war unter anderem Michael Gutting, geschäftsführender Gesellschafter der Saalemühle Alsleben GmbH, der moderne Strategien an den Getreidemärkten aus Sicht eines mittelständischen Mühlenunternehmens erörterte.

Die Ausgangssituation ist dabei nicht gerade einfach, denn von ruhigen Getreidemärkten kann heutzutage keine Rede mehr sein. Der Wettbewerb findet zu jeder Zeit über die Qualität, den Preis und die Verfügbarkeit statt. Daher verfolgt die Saalemühle für ihre Partner im vor- und nachgelagerten Bereich ein umfassendes Sicherungskonzept.

Die wichtigste Grunderkenntnis: Qualität wird auf dem Feld erzeugt. Ca. 80 % der Mehlqualität wird vom Getreide bestimmt. Deshalb liegen auch ca. 80 % der Kosten unserer Produkte beim Getreide. Für uns heißt das: Die Qualität von jedem Korn zählt!

Aus diesem Grund arbeitet die Saalemühle mit mehr als 250 ausgewählten Landwirten mit einer Gesamtfläche von ca. 320.000 ha zusammen. Dabei sehen wir die Landwirte nicht als Lieferanten, sondern als Partner. Denn uns ist jede einzelne Weizenpartie wichtig. Zwar kann die Saalemühle den Weizenbedarf nicht in jedem Erntejahr ausschließlich aus der Region decken, aber wir wissen auf diese Weise immer, was verfügbar ist. Zudem helfen wir unseren Landwirten bei der Qualitätssicherung in problematischen Jahren mit unserer Getreidetrocknung.

Für die Landwirte bedeutet das vor allem Sicherheit: In den letzten Jahren hat das Risiko von Preisschwankungen zugenommen. Die Saalemühle ist trotzdem zu jeder Zeit am Markt, egal ob Kunden kaufen oder Landwirte verkaufen wollen. Wir verstehen uns dabei nicht als Spekulanten, sondern als Verarbeiter und Dienstleister. Das sind wir und das können wir. Daher wird jedes Geschäft (im Einkauf oder Verkauf) gesichert. Dabei nutzen wir auch moderne Instrumente wie das Hedging an Warenterminbörsen.

Ein Beispiel zur erfolgreichen Zusammenarbeit erläutert Michael Gutting am Ende seines Vortrags: das Saalemühle Hartweizen-Konzept. Mit der Unterstützung und Förderung durch die Saalemühle konnte der Hartweizenanbau in Sachsen-Anhalt von 2008 bis 2010 um mehr als das Dreifache gesteigert werden. Die sachsen-anhaltinische Anbaufläche entspricht somit mehr als 50 % der Hartweizenanbaufläche in Deutschland! Die dahinterstehende Idee war, 100 % des Anbaus aus der Region zu sichern. Und der Erfolg gibt uns recht und zeigt: Wo eine Idee und gute Partner, da ein Weg.