Frühjahrsveranstaltung 2026: Starker Austausch trotz bestem Ackerwetter
Bei strahlendem Sonnenschein und besten Bedingungen für die Feldarbeit folgten zahlreiche Partner aus der Landwirtschaft der Einladung zur diesjährigen Frühjahrsveranstaltung. Dass sich so viele Landwirte trotz des „perfekten Ackerwetters“ die Zeit für Information und Austausch nahmen, unterstreicht den hohen Stellenwert dieser Veranstaltung im gemeinsamen Jahreskalender.
Zum Auftakt begrüßte Michael Gutting, geschäftsführender Gesellschafter Saalemühle + Dresdener Mühle die Gäste und gab einen fundierten Überblick über die aktuelle Marktlage. In seiner Einschätzung ordnete er die jüngsten Entwicklungen ein, zeigte Herausforderungen entlang der Wertschöpfungskette auf und wagte zugleich einen Ausblick auf mögliche Trends und Chancen in den kommenden Monaten. Dabei betonte er insbesondere die Potenziale von grünem Gas als Zukunftschance für die Landwirtschaft und als wichtigen Baustein einer nachhaltigen Energieversorgung.
Ein besonderes Highlight war der anschließende Vortrag von Prof. Dr. Thomas Jäger von der Universität zu Köln, vielen auch bekannt als Experte aus dem Nachrichtensender n-tv. Mitreißend und lebendig spannte er den Bogen von den großen weltpolitischen Zusammenhängen bis hin zu konkreten Szenarien für die Positionierung Deutschlands und Europas. Im Dialog wurde deutlich, wie eng globale Entwicklungen und landwirtschaftliche Praxis miteinander verknüpft sind. Aus dem Kreis der Gäste kamen zahlreiche Fragen – von innenpolitischen Entwicklungen in den USA über die Notwendigkeit eines spürbaren Bürokratieabbaus bis hin zu strategischen Perspektiven für die Branche. Der offene Austausch zeigte einmal mehr, wie groß das Interesse an strategischer Einordnung und politischer Orientierung ist.
In der darauffolgenden Kaffeepause wurde das Gehörte intensiv weiterdiskutiert. In vielen Gesprächen vertieften die Teilnehmer die angesprochenen Themen und nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Austausch.
Am späteren Vormittag beleuchteten Konstanze Fritzsch und Miriam Stopper, beide von der Saalemühle + Dresdener Mühle, die Zusammenhänge, Notwendigkeiten und Chancen einer verantwortungsvollen Produktion. Dabei standen Strategien zur Nachhaltigkeit ebenso im Fokus wie wirtschaftliche Perspektiven für landwirtschaftliche Betriebe sowie die Herausforderungen innerhalb der Wertschöpfungskette. Das Thema erwies sich – wenig überraschend – als kontrovers und emotional aufgeladen. Unterschiedliche Sichtweisen wurden offen angesprochen und sachlich diskutiert.
Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen setzten sich die Gespräche engagiert fort. Die Veranstaltung hat erneut gezeigt, wie wertvoll der direkte Dialog, fundierte Impulse von außen und der ehrliche Austausch innerhalb der Branche sind. Wir danken allen Gästen für ihre Teilnahme und freuen uns bereits auf das kommende Jahr.







